Through the Breach

Mondendreieck

SL Bernie

Teilnehmer:
Vadim (Marcus),
Maria McMahon (Matze),
Abraham (Moritz)

_When the gears turn upon the story best forgotten … Vadim

Prolog

Lautes Lachen. Dreckig und rauh.
Der Laute Knall der Explosion ist verebbt, das lachen ist lauter zu hören als die zusammenstürzende Mine. Sehen kann man nur eine riesige Staub- und Dreckwolke. Und das Tor der Mine, wie es langsam nach vorne kippt, und das Firmenlogo der Steel Union Mining Co. wie ein Symbol für die Schließung der Mine zu Boden bringt.
“Also los, dann gehen wir mal alles einsammeln.”
-
Ein Planwagen wird zu einer Hütte gezogen.
Vier Männer steigen ab, zwei bleiben bei der Kutsche, die anderen gehen zur Hütte. Sie klopfen nicht, sie gehen direkt rein.
Zurück kommen sie mit zwei Kindern, die sie auf die Kutsche laden. Die Kinder weinen.
“Los rauf da. Wir bringen euch in Sicherheit. Wir kümmern uns um euch, jetzt wo eure Eltern tot sind. Macht euch mal keine Sorgen.”
Die Stimme klingt alles andere als empathisch. Der Text wirkt heruntergeleiert, wie ein schlechter Schauspieler, oder jemand der sich keine Mühe geben will. Im Wagen sind schon 7 andere Kinder, die zwischen Kisten und Säcken liegen und sitzen. Schluchzend, wimmernd, oder vor Tränen schon in den Schlaf geweint.
“Ok, ihr könnt jetzt rein. Holt alles, was irgendwie nen Wert hat. Und dann nichts wie los. Sind spät dran.”
-
Die Kinder werden scheinbar willkürlich auf verschiedene frische Planwagen aufgeteilt. Aber es hat System. Jedes Kind kommt wo anders hin, vor allem die Geschwister werden getrennt. Einer der Wägen wird direkt auf das farbige Loch(Riss) mitten in der Landschaft gezogen. die anderen teilen sich auf, um ihre Ladung zu verteilen.

Der Job

Maria und ich bekommen Besuch im Blühenden Lotus. Mr Snowdon – der Kerl, der uns für die Wintergarde rekrutiert hat. Er hat nen großen Farbigen dabei, der locker mit Vadims breiten Schultern mithalten kann. Was er wohl will?

Er bittet Maria zusammen mit Abraham was auszukundschaften, und eventuell auch gleich was mit zu besorgen, wenn es sich anbietet. Aber eigentlich sollen sie in erster Linie die Lage erkunden. Weil es durch gefährliches Gebiet geht, sollen sie ruhig auch noch jemanden anheuern. Das Ziel ist ein vermeintliches Depot der Gilde. Es ist nicht bekannt, was dort sein soll, nur dass die Gilde viel Geheimniskrämerei drum rum gemacht hat, und es deshalb natürlich spannend ist. Snowdon vermutet ein verstecktes Depot an Seelensteinen. Eine Erkundungsmannschaft war auch schon unterwegs, allerdings sind die verschollen – sie hätten vor 2 Tagen Bericht abgeben sollen, aber bisher nicht aufgetaucht: Carl, Rashid, Mia und George. Es kann davon ausgegangen werden, dass sie tot sind. Wenn man sie findet, und sie noch leben, soll man sie natürlich mitbringen, wenn möglich.
Für mich hat Snowdon eine andere Aufgabe. Ich soll mit ein paar seiner magisch begabten Leute was untersuchen, was sie gefunden haben. Bin gespannt.

Da zufällig Vadim gerade vorbeischaut, und sich erkundigt, ob alles im haus in Ordnung ist, oder ob man gerade wo Hilfe braucht, schick ich ihn zu Maria und Abraham – so heißt der Farbige: im vollen Abraham Maria Carat.

So machen wir uns also auf. Ich mit Snowdon zur Untersuchung, Maria, Vadim und Abraham den Hinweisen zum Depot folgend.

Wie mir Maria später berichtet hat, sind sie am östlichen Rand des Riverfront Slums in einen Keller geklettert, nachdem sie dort Spuren gefunden haben. Der Keller hat nach einer Weile durch einen nicht mehr wirklich versteckten Durchgang in ein natürliches Höhlensystem geführt. Tropfsteine. Ein paar Untote waren dort, die aber kein Problem waren, und auch die vermissten vier Wintergardisten befinden sich dort. Rashid fehlte der komplette Arm, nur noch der Oberarm-Knochen war komplett dran. Sie waren gerade auf den Rückweg, weil Vorräte und Kräfte ausgingen. Das Depot hatten sie nicht gefunden, sie hatten sich hier unten verirrt und ein Problem mit Untoten und Neverborn gehabt.

Bei dem Versuch die vier Verirrten zurückzulotsen, haben sie sich allesamt etwas in den Tunneln verlaufen. In einem der Tunnel tropfte es plötzlich wie verrückt herunter und alle wurden davon eingenetzt. Es hat etwas gebrannt, und gejuckt, zum Glück ist aber nichts weiter passiert. Vadim meinte, er hätte schon vorher was in den Wänden gehört, vielleicht sogar das Wasser, oder was auch immer das war. Müssen wir in Zukunft darauf achten, wenn wir wieder mal in so eine Situation kommen. Kurz darauf wurde allen schwindelig und dann bewusstlos. Nur Vadim hat es mit Gewalt geschafft nicht einzuschlafen. Er meinte, dass alle mal abwechselnd komplett weg und dann wieder da waren… das hat 10 Minuten gedauert und ihm ist davon auch schlecht geworden.

Nachdem wieder alle wach waren und Kopfschmerzen hatten, wie bei nem Kater, sind sie weiter und kommen an die Oberfläche. Sie tauchten im Keller eines Gebäudes auf, und anhand der Beschreibung im Hinweis, sind sich alle sicher gewesen, dass sie ihr Ziel doch noch gefunden hatten – aber das uralte Kirchenschiff war leer. Auch in der Gegend ist sonst niemand. Vom Dach aus sieht man dass sie auf einer Insel sind, und die Ufer sind sehr weit entfernt. Alle Geäude hatten einen quadratischen Grundriss, waren einige Stockwerke hoch und wurden nach oben schmaler mit einer kleinen 2×2m großen Plattform auf jedem Dach. Die Häuser standen sehr dicht. Nur an zwei Stellen waren sie großflächig unterbrochen: hier das Kirchenschiff, etwa in der Mitte der Insel, und ein großer dreieckiger Platz im Osten. Im Westen war ein Hafen, aber kein Schiff ist dort zu sehen.

Sich den Platz nähernd, fiel ihnen auf, dass drei Monde ein perfektes Dreieck bildeten, außerdem auch alle Voll waren. Das war eindeutig nicht richtig. Auf dem Platz selbst standen mehrere Säulen aus schwarzem Glas oder so, und auf dem Boden war ein Muster aus Mosaiksteinen gelegt. Das hätte ich nur allzugern gesehen. Der große Platz ist sogar noch größer als es scheint, den die drei Gebäude, die den Platz einrahmten, waren alle im Erdgeschoss offen, nur mit Säulen gestützt. Darin und auch auf dem Platz waren unglaubliche viele Nephilim und Terrortots. An den Säulen selbst waren junge Mädchen gekettet – alle etwa 7-12 Jahr alt. Einige heulten, anderen waren bewusstlos. Ein Nephilim wurde von einem anderen auf die mittlere Säule getragen. Er hatte ein großes Buch in der Hand, aus dem er anfing zu lesen. Die Sprache hat keiner verstanden, daher konnte mir keiner erzählen was er sagte. Aber die Säulen hatten langsam angefangen von innen heraus zu leuchten, meinten sie. Die Mädchen hätten mehr gewimmert. Vadim musste sich sehr zurückhalten nicht sofort loszurennen, aber das wäre eindeutig Selbstmord gewesen. Nichts zu machen.

Die anderen bemerkten, dass auf einer der anderen beiden Dreieckseiten ein kleines Mädchen mit einem roten Kapuzzenmantel auf die Lichtung stolperte. Sie schien verängstigt und einige Nephilim machten sich auch sofort auf den Weg sie zu schnappen. Vadim ist losgerannt, er hat erzählt, dass er Candy erkannt hat und wollte ihr helfen, aber sie war zu weit weg. Von hinten haben sie was nähern gehört, also haben sich die anderen erstmal versteckt gehabt. Als Vadim auf halbem Weg war, waren die Nephilim schon bei Candy. Aber die brauchte keine Hilfe. Sie zerries einen in der Luft und warf die Hälften auf die nächsten, die davon abgeworfen wurden. Sie war aber nicht allein. Die Geräusche von hinten waren ihre Helfer. Ein paar Neverborn, die ich auch zu gern gesehen hätte, denke ich zumindest. Es waren 3 Meter hohe Teddybären, die nichts, aber auch rein gar nichts mit süßen kleinen Stoffteddybären zu tun hatten. Ihre Mäuler waren riesig mit spitzen Zähnen, Ihre Krallen waren eher Schwerter, und von jeder der drei Ecken kamen je zwei von ihnen auf den Platz und zerlegten die Nephilim. Die anderen nutzten die Verwirrung des entbrannten Kampfs zwischen den zwei Neverborn Fraktionen und wollten die Mädchen retten. Aber sie mussten immer wieder den Terror Tots ausweichen und gegen die kämpfen. Abraham wird dabei von zweien ein Bein abgebissen, was die beiden aufessen und komischerweise wachsen, und Flügel bekommen – das kennen wir ja leider schon. Abraham war das neu und er war schockiert. Vielleicht hat ihm der Schock das Leben gerettet.

Vadim hatte eingesehen, dass er nicht zu Candy rennen braucht, die kam allein zurecht und hat sich langsam Richtung mittlerer Säule gekämpft. Candy traf dort auf Vadim und wollte zuerst zuschlagen. Vadim war ganz erstaunt, und hat plötzlich gestoppt. Sie hat wohl irgendwas gesagt wie: „Was soll das? Warum will ich dir nichts tun??“ Vadim war ebenso überascht, dass sie ihn nicht erkannt hatte. Aber da er so schnell keine Worte gefunden hat, hatte sie ihn links liegen lassen und ist die Säule hochgeklettert.

Nachdem sie weg war, hat Vadim gesehen, dass eins der Mädchen Dunja war – seine Schwester. Die Schwester, die eigentlich bei Candy sein sollte, naja, nicht unbedingt sollte, aber nunmal ist. Ihn hat zumindest nichts mehr gehalten, und er hat alle Terror Tots um Dunja herum ruckzuck erledigt und Dunja befreit. Nicht zu früh, weil die Bären die ersten Mädchen ganz außen zusammen mit den Nephilim zerlegt hatten. Erst als Candy das gesehen hat und einen lauten Pfiff losgelassen hat, haben die Bären nur noch die Ketten der Mädchen zerissen. Nur 6 der Mädchen überlebten und konnten von den anderen und Vadim eingesammelt werden.

Als Candy auf der Säule angekommen ist, hat sie das Buch des Kerls zerrissen, weggeworfen und dann den Nephilim, der wohl nicht fliegen konnte, obwohl er Flügel hatte, Kopfüber nach unten geworfen, so dass sein Schädel beim Aufprall geplatzt ist. Die Säulen haben aufgehört zu leuchten. Unten läuft sie langsam auf Vadim zu, der mit den anderen zusammen langsam zurückgelaufen war.

Bevor sie aber klären konnten, was hier irgendwie schief lief, wurde allen wieder schwindlig. Und obwohl er Dunja fest umklammert hielt, konnte er sie nicht halten, weil sie nicht mitflimmerte. Candy sah abwechselnd ihn und Dunja an. Dann waren sie alle ohnmächtig, sogar Vadim.

Als alle wieder wach wurden war es hell. Rashid war inzwischen verblutet, Abrahams Blutung hat aufgehört. Er muss unverschämtes Glück gehabt haben, weil eigentlich wäre er auch ausgeblutet, weil keiner Zeit hatte sich um ihn zu kümmern, während der Kampf noch wütetet und dann alle auch noch ohnmächtig waren. Ein neuer Kunde für Chana und Inventor Ghost.

Als sie sich also zurück zum Tunnel geschleppt hatten, haben sie eine Patrouille bemerkt. Menschen, Wachen. Was verdammt war da los? Die Kirche war nicht mehr leer, eher ne Art Siechenlager. Kisten mit Seelensteinen, die aufgeladen wurden. Maria kann zwei leere Seelensteine für Snowdon als Beweis unbemerkt mitnehmen, außerdem kann sie noch paar Wasserschläuche für den Rückweg stehlen.

Später hat Vadim dann Candy in der Stadt getroffen. Vadim dämmerte im Gespräch, dass die Episode mit Dunja damals passiert sein musste, kurz nachdem sie getrennt wurden. Sie trug sogar die gleiche Kleidung wie an dem Tag, als sie zuhause abgeholt wurden. Candy zwinkerte dann nur noch, hat Vadim eine Zuckerstange gegeben, sich umgedreht und ist davon gehüpft…

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