Through the Breach

Dreimal an der Mauer klopfen...

SL Sven

Teilnehmer: Chana Rothschild, Vadim, Rebecca (Becky) St.Claire

Eine neue Erweiterung im Bein machte mir Schwierigkeiten. Also kurz zu Inventor Ghost, um nachsehen zu lassen, aber er war nicht da. Seine Hilfe kannte mich aber, und hat mich reingelassen, so dass ich selbst schnell nachsehen konnte – war nur eine Schraube nicht ganz fest. So gut hatte ich dann doch schon aufgepasst und mitbekommen inzwischen, dass ich das wirklich schon allein tun konnte. Allerdings war der Grund für Ghosts Abwesenheit weniger schön. Unser „Pfand“ scheint durchgedreht zu sein. Einige Finger, viel Blut, und er beim Doc. Ein wenig schuldig fühlend, hab ich Molly beim Putzen geholfen.

Auf dem Rückweg ist mir Vadim begegnet. Er hat einen Toten gefunden – soweit nicht ungewöhnlich. Vadim wusste nicht, ob er noch lebt, also hat er den Kerl zu Doc Rothschild gebracht. Die hat den Tod festgestellt, und dass er einen merkwürdigen Stich hatte – außerdem war seine Seele weg, sagt Vadim. Naja, kann man erstmal nichts tun. Nachher mal die Stelle ansehen, aber ich hab da wenig Hoffnung. Tote liegen hier öfter mal herum.

Vadim hat außerdem ein Date mit Lili ausgemacht, bei einem Glockenturm. Aber Lili kommt nicht. Sie hätte uns zu Candy führen sollen. Dann schauen wir uns halt doch die Stelle an, wo der Kerl lag. Nichts zu finden, wie erwartet. Auf dem Rückweg sehen wir dann jemand kleines über einen Mann gebeugt in der Ferne. Vadim rennt sofort los, mit den Worten, dass das der Kerl war, den er schon einmal bei einem anderen Toten gesehen hat. Wir hinterher, Doc schaut sich den Typ an – der natürlich auch schon tot ist, mit einer ähnlichen Wunde. Aber er hängt uns ab. Zwar in einer Sackgasse, aber das Loch finden wir erst nach ein wenig suchen. Und natürlich ist er über alle Berge.

Leider finden sich im Loch mehrere kleine blaue Wesen, die etwas – oder jemanden? Vielleicht unseren Flüchtigen? – verspeisen. Als sie uns bemerken greifen sie gleich an. Neverborn. Die mit den kleinen Hörnchen wachsen in zwei Stufen zu echt großen geflügelten blauen Wesen heran, sobald sie genug Schaden verursacht haben. Ihr Blut brennt wie Feuer, wenn mal einer stirbt und auf uns spritzt. Chana und ich sind bald KO. Nur Vadim steht noch bis zum Schluss und kann uns dann rausbringen und zu Doc Snaggles. Aber von dem Mörder und Seelenräuber keine Spur mehr natürlich.

Also suchen wir tags drauf, und wieder erholt nach Lili, damit sie uns diesmal zu Candy bringen kann. Vadim will seine Schwester sehen und ich hab da auch ein paar Fragen. Wieder erblicken wir den Seelenräuber und wieder verfolgen wir ihn, diesmal in eine Ruine. Er ist weg, wieder durch ein Loch im Boden. Diesmal in eine natürliche Tropfsteinhöhle, zum Glück diesmal aber ohne Neverborn.

Von dem Typ fehlt zwar jede Spur, aber ich höre eine Melodie, die mir bekannt vorkommt. Ohne zu zögern gehe ich in die Richtung, die anderen folgen mir, meinen wohl, ich hab doch Spuren gefunden. Immer tiefer geht es, durch gemauerte, dann wieder natürliche Höhlengänge, vorbei an leuchtenden Spinnen, die Stein fressen, bis auch die anderen die Melodie hören. Inzwischen erinnerte ich mich, dass ich die Melodie von früher, aus meiner Kindheit kannte. Als ich noch ein Baby war. Was zu Höhle ist hier los? Trotzdem weiss ich, dass es richtig ist, der Melodie zu folgen.

An einer Kreuzung stehen mehrere Monster. Ein paar Geisterartige und ein paar mit vielen Tentakeln und Mäulern. Zwischen Ihnen kann ich eine Person liegen sehen. Eine andere Person, eine Frau läuft von der Gruppe unbehelligt weg in einen Gang. Die Person am Boden kann ich zu uns teleportieren – es ist genau die gleiche Frau, die eben noch weggelaufen war, allerdings tot. Ein teleportierter Stein lenkt die Monster leider nicht genug ab. Allerdings kommt mir die Idee, dass ich die anderen und am Ende mich selbst auch in einen anderen Gang hinter die Monster teleportieren könnte. In einen Gang, wo wir schemenhaft eine Gestalt erblicken können. Gesagt, getan, es funktioniert. Und wir stehen vor Candy.

Sie bietet uns ihren Korb an und spricht dann vor allem immer wieder mit mir. Ich müsse etwas entscheiden. Und die anderen auch – ob wir für sie oder gegen sie stehen. Und dann erscheint eine gemauerte Wand hinter ihr, in der sie verschwindet. Achja, die Monster. Candy sagt, sie tun uns jetzt nichts mehr, wenn wir sie – Candy – nicht angreifen.
Ich weiß was ich tun muss. Dreimal Klopfen. Ich habe aber keine Ahnung, woher ich das genau weiß. Vielleicht von dem Tagtraum, den ich einmal hatte? Es passt alles, wie ein großes Puzzelstück, und ich weiß, dass ich das tun muß. Aber nicht die anderen, sie können die Wand nicht einmal spüren – also stelle ich ihnen die Wahl frei. Vadim kommt sofort mit, Chana muss lange überlegen und hadert mit sich selbst. Schlussendlich entscheidet auch sie sich dafür.

Ich klopfe. Dreimal.

Und ohne dass wir gelaufen wären, stehen wir plötzlich in einem großen Raum, der überfüllt mit Süßigkeiten ist. Und mittendrin steht Candy. „Da seid ihr ja. Also seid ihr für mich? Dann nehmt das.“ Sie hält uns den Korb hin, mit exakt drei Bonbons darin – kein Totenschädel mehr, der bisher immer im Korb war. Wir essen sie. Kurz bevor wir sie in den Mund stecken, aber viel zu spät noch etwas anderes zu tun, wachsen dem Bonbon Beine, und man sieht, dass es ein Skarabäus ist. Schnell runterschlucken – immerhin schmeckt es nach Marzipan, aber ich weiß nicht, ob ich jemals wieder Marzipan essen können werde. Sie meint, wir würden nun Ihre Neverborn erkennen, und sie tun uns nichts mehr. Aber nur Ihre. Die blauen waren Liliths Geschöpfe. Schade, hätte ja endlich mal vor allem Neverborn schützen können – aber auch sie sind einzelne Gruppierungen, wie bei uns Menschen halt auch. Klingt logisch, wenn man es mal hört.

Die Melodie hat in dem Moment aufgehört, als ich geklopft hatte. Candy hat gesungen. Sie erzhählt mir, dass sie das Lied vor etwa 3-4 Jahren gelernt hat. Eine Verwirrte Frau lief durch die Gänge hier unten und hat Candy dann in den Arm genommen und das Lied vorgesungen. Sie sah aus wie ich, nur etwas älter eben. Da sie den Zusammenhang auch erkennt, bietet sie an, dass ihre Kinder nach ihr suchen werden. Vadim will mit seiner Schwester reden und sie mitnehmen. Dann will er doch nicht mit ihr reden. Komischer Typ manchmal. Auf jeden Fall kann er sie nicht mitnehmen, meint Candy. Aber es geht ihr gut, und sie braucht sie, um mehr Kinder zu machen, die Süßigkeiten besorgen. Vadim will trotzdem nicht mit Dunja reden, um sich zu überzeugen, dass es ihr wirklich gut geht. Manchmal verstehe ich ihn nicht, aber seine Sache.

Wir sollen ihr auch bei etwas helfen, was wir aber sowieso gerade lösen wollen – die Seelenräubermorde. Die Frau, die weglief, ist dabei etwas vorzubereiten. Sie gehört zu Candy und kopiert die Tote aus dem Gang. Ein Arkanist will eine riesige Maschine auf die Stadt loslassen, die Tote hat für ihn gearbeitet. Für die Maschine brauchen sie einen Seelenstein, mit vielen Seelen. Auch wieder fast zu offensichtlich, als dass wir auf den Gedanken gekommen wären – ich dachte da eher an den Chinesen, der die Seelen alle aufgesaugt hatte – Vadim kann das ja auch, daher hat er es ja bemerkt. Aber Seelensteine machen auch Sinn, viel Sinn, vor allem für eine Maschine. Also folgen wir der Frau.

Zuerst einmal stehen wir plötzlich mitten in der Kreuzung von vorhin, mitten unter den Monstern. Bereit auszuweichen wollen wir uns schon fast vorbereiten zurückzuschlagen, aber sie sind wirklich friedlich und beachten uns nicht. So ein absolut merkwürdiges Gefühl von den Neverborn einfach nicht angegriffen zu werden. Sie fressen sogar die Zuckerstange aus meiner Hand, die Candy eigentlich uns mitgegeben hat – aber den Wurm wollte ich nicht nochmal essen, obwohl er wie Zucker schmeckt. Wir können der Frau ohne Probleme folgen. Sie hat alle paar Meter scheinbar absichtlich einen Blutstropfen als Wegmarkierung hinterlassen. Brotkrumen waren wohl aus.

Nach einiger Zeit führte der Weg durch die Katakomben in die Keller mehrerer Villen. Einer davon steht offen und darin die Frau. Sie erkennt uns als Hilfe und deutet in den anderen Raum, von wo wir dann auch Stimmen und Maschinenlärm hören. Als ich reinblinzle stürmt die Maschine auf uns los. Ein 2,5m Ungetüm aus Stahl, mit Blutzen überzogen und einem Stierkopf. Immer wieder taucht der Arkanist aus dem Nichts auf, lässt einen Zauber los und verschwindet wieder im Nichts. Unsere Doppelgängerin hat inzwischen Maschinen bereitgemacht, Mannequins mit rasiermesserscharfen Krallenhänden – erinnert mich irgendwie viel zu sehr an die Wesen, die mein Bein auf dem Gewissen haben. Einige Schlagabtausche und Bewusstlosigkeiten später, ist das Vieh nur noch ein Haufen Schrott, der Seelenstein nur noch Pulver (dass ich trotzdem mal eingesteckt habe), der Arkanist mit einer Kugel zwischen den Augen tot am Boden – Chana hadert immer mehr mit sich – und unsere Doppelgängerin verschwindet. Seine Schweißerbrille nehmen wir mit – sie ist ein Grimoire, wie auch das Klemmbrett der Toten, das wir auch mitgenommen hatten.

Diesmal ist Vadim dran Kunde bei Inventor Ghost zu werden – ich hoffe er hat inzwischen neue Finger angebaut, wenn nicht werde ich ihm anbieten zu helfen, wo ich kann.

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